„Gemeinschaft deutschsprachiger Weinbruderschaften“ (GDW) in Fulda


Nach fast 2 Jahren Vorbereitung fand am vergangenen Wochenende das alle 2 Jahre stattfindende Treffen der Gemeinschaft deutschsprachiger Weinbruderschaften (GDW) in Fulda statt. Fast 200 Weinfreunde aus dem gesamten Bundesgebiet, der Schweiz und Österreich trafen sich zu verschiedenen Veranstaltungen rund um das Thema Wein.

 

Am Freitagabend stand die Auftaktveranstaltung in der Mensa der Hochschule unter dem Motto „Come Together“. In erster Linie ging es um das Kennenlernen und Wiedertreffen aller Teilnehmer rund um das Weinbüffet, wo 90 edle und seltene Weine gemeinsam verkostet wurden. Umrahmt wurde das Ereignis durch die Fuldaer Stadtmusikanten. Bürgermeister Dag Wehner begrüßte die Gäste und wies in seinem Grußwort der Stadt auf die Geschichte des Klosters Fulda und die weit verbreiteten Verbindungen bzgl. Fuldaer Wein in Europa hin. Günther Elm moderierte und stellte in origineller Weise die Fuldaer Region vor, die Fuldaer Stadtmusikanten spielten auf.

 

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Delegiertenkonferenz mit Vorstandsbericht und -wahlen. Nach 16 Jahren wurde der bisherige Vorsitzende Wolfgang Narjes zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Geschicke des Vereins werden ab 2018 von Oliver Stieß geleitet. Im wissenschaftlichen Teil stellte Louisa Page die Forschungen der Hochschule Fulda unter das Thema: „Weinsensorik“. Ein Pairing – eine Vergleichsprobe von Kuchen und speziellen Weinen ließ dies praktisch erfahren.
Parallel zur Delegiertenkonferenz boten sich Möglichkeiten, die Barockstadt und ihre Geheimnisse unter fachkundiger Führung zu entdecken. 

 

Die abendliche Gala im Esperanto wurde musikalisch untermalt von „The Cocks“ und dem Menuett Ensemble. Hermann Diel (HR) als Moderator zeigte in diversen Gesprächsrunden mit den Festgästen MdB Michael Brand (CDU), Jürgen Lenders (FDP) und MdL Markus Meysner (CDU) sowie die Rheingauer Weinkönigin Sonja Schmidt und der Präsident des Deutschen Weinbauverbands Klaus Schneider sehr eindrücklich, dass Fulda & Wein schon sehr lange zusammengehören. Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler zeigte Möglichkeiten und Grenzen der genauen historischen Dokumentation auf.

 

Den Abschluss bildete am Sonntag ein Festgottesdienst im Kloster Frauenberg unter Leitung von Prof. Dr. Richard Hartmann, dem ehemaligen Kapitelältesten des Weinhistorischen Konvents Fulda, mit einem anschließenden Empfang im Garten der Weingeschichte.

 

Die Resonanz vieler Gäste, die Fulda neu kennenlernten, war außerordentlich positiv. Zugleich sind die Fuldaer schon neugierig aufs nächste Treffen 2020 in Konstanz. Das Symbol der Gemeinschaft der Weinbruderschaften, der „Thyrsos-Stab“, das Zepter des Weingottes Dionysos, ist mittlerweile auf dem Weg an den Bodensee.